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Neuigkeiten vom Holzbau

Der Verband Holzbau Deutschland – Bund Deutscher Zimmermeister hat für die vergangenen Jahre wieder Zahlen, Interpretationen und passende Statistiken veröffentlicht. Diese geben spannenden Aufschluss über die Lage im Baugewerbe.

Im Großen und Ganzen lässt sich sagen, die Lage ist gut und die Aussicht ebenso. Das ist verschiedenen Faktoren zu verdanken. Einerseits ist das Zinsniveau weiterhin anhaltend günstig für Bauherren. Das hat zur Folge, dass seit dem Jahr 2015 die Nachfrage nach Neubauten unvermindert groß ist – 2015 wurden allein 4.500 Gebäude mehr genehmigt als im Vorjahr. Dazu kommt, dass immer mehr Bauherren sich Häuser wünschen, die vorwiegend aus Holz gebaut sind. In besagtem Jahr waren es davon allein 16,2% Häuser, die überwiegend aus Holz gebaut wurden. Der Holzbau ist dabei wegen zahlreicher Gründe sehr interessant. Da wäre beispielsweise das wachsende Umweltbewusstsein vieler Bauherren, das perfekt durch entsprechende Angebote im Holzbau befriedigt werden kann. Weiterhin bietet der Holzbau viele Möglichkeiten, um schnell nachhaltige Bauwerke zu errichten. Dies ist einer abgestimmten Mischung aus Fertigteilbau und Endfertigung zu verdanken.

Trotzdem ist die Verteilung unverändert: Am meisten erwirtschaften Zimmerer immer noch im Bestandsbau. Danach folgen Zimmerarbeiten im Neubau. Diese teilen sich absteigend nach Relevanz wie folgt auf: Zimmererarbeiten ( wie Dachstuhlbau) in Neubauten, Holzhausbau und gewerblicher Zweckbau. Der Anteil an den Zweckbauten ist zwar gering, steigt aber immer weiter. Was man sich darunter vorstellen kann? Unter Anderem gehöre Gebäude wie eine  Pflegeimmobilie zu den Zweckbauten.

Das Zimmerergewerbe ist somit weiterhin ein wichtiger und absolut bedeutender Bestandteil der Baubranche. Mit 77% sind dabei die Privatkunden immer noch die Hauptzielgruppe.

Auch zur Beschäftigungslage der Zimmerer gibt es einiges zu berichten: Grundsätzlich sind die Auftragsbücher im Durchschnitt für 10 Wochen gefüllt. Das ist ein angenehmes Polster, mit dem sich planen lässt. Zusätzliche Aufträge werden dabei entweder durch Mehrarbeit oder Nachunternehmen – also Subunternehmer abgeleistet.

Der Holzbau hält aber im Personalbereich auch einige Überraschungen parat: Die Ausbildungsquote betrugt 2015 insgesamt rund 11%, was mehr als doppelt so hoch ist, wie der Durchschnitt des gesamten Baugewerbes. Daran erkennt man auch, dass die Zimmerer aktiv gegen den Fachkräftemangel in der eigenen Sparte vorgehen.

Zur Betriebsgröße lässt sich sagen, dass 97% der Betriebe bis zu 19 Mitarbeiter hat. Dazu zählen auch zahlreiche Ein-Mann-Betriebe. Über eine Dunkelziffer von Scheinselbstständigen schweigt sich der Verband allerdings lieber aus.

Im Allgemeinen kann man dem Holzbau in Deutschland bescheinigen, dass er auf einem guten Weg ist und sich weiterhin gut halten wird. Das ist nicht nur den oben genannten Zahlen zu verdanken sondern auch zahlreichen zukunftsorientierten Ansätzen wie verbesserten Fertigungsverfahren, Steigerung der Ausbildungsqualität und auch vielen allgemeinen Neuerungen.

Wir sind gespannt, was dieser wichtige Baubereich in Zukunft für Überraschungen bereit hält und freuen uns, dass der Zimmerer weiterhin einen so großen Stellenwert im Baugewerbe hat.

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